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Kritische Stimmen zum Ausschreibungsverfahren

Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen bei der wissenschaftlichen Begleitung des PLAISIR - Projekts kann die Kritik sehr gut nachvollzogen werden.

Stellungnahme zu den Ausschreibungen zur Instrumentenentwicklung in den Bereichen Personalbemessung und Pflegequalität des Qualitätsausschuss Pflege e.V.

Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar, Tel: 0261 6402 503
abruehl@pthv.de

Prof. Dr. Katarina Planer, Berner Fachhochschule, Tel: 0741 4407 9632
katarina.planer@bfh.ch

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Ausschreibung zur Entwicklung eines Verfahrens gestartet!

zitiert aus

http://www.aok-gesundheitspartner.de/thr/pflege/meldungen/index_17293.html

(17.10.16) Der Personalbedarf in Pflegeeinrichtungen soll künftig nach wissenschaftlichen Maßstäben bemessen werden. Für die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts hat im September die europaweite Ausschreibung begonnen. Inhalt des Auftrags ist die Entwicklung eines wissenschaftlichen Verfahrens zur Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen. Erarbeitet werden sollen einheitliche Maßstäbe für angemessenen pflegerische Maßnahmen in allen Segmenten der stationären wie ambulanten Pflege, empirisch abgesicherte und valide Instrumente zur Bemessung des Personalbedarfs sowie ein Konzept zu ihrer Erprobung. Die Ausschreibung gliedert sich in drei Arbeitspakete: Die ersten beiden enthalten die Entwicklung der geforderten Instrumente - ihre Erprobung wird in einem dritten Paket gesondert ausgeschrieben. Die Übergabe des Abschlussberichts zum 2. Arbeitspaket ist für den 30. April 2019 geplant.

Unterschiedliche Rahmenbedingungen einkalkulieren

Zu den weiteren Anforderungen gehört, dass das Verfahren den qualitativen und quantitativen Maßstäben nach Paragraf 113c SGB XI entsprechen muss. Der einheitliche Maßstab soll zudem die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Einrichtungen berücksichtigen, darunter den sogenannte Case Mix, die organisatorischen Rahmenbedingungen und strukturelle Vorgaben der Bundesländer, wie sie sich aus den regionalen Heimgesetzen ergeben.

Die Ausschreibung ist auf der elektronischen Plattform des Amtsblatts der Europäischen Union bereits veröffentlicht. Unterlagen für Teilnehmer stehen auf den Webseiten des Qualitätsausschusses Pflege zum Download bereit.

Personalbemessung in der Pflege

Da das Thema "Personalbedarfsermittlung" in Zukunft wieder auf der Agenda steht, finden Sie auf diesen Seiten Material und Hintergrundinformationen zum Thema. In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf das Projekt PLAISIR -Pflegezeitbemessung in der Pflege- nicht nur historisch von Interesse. Siehe Sie hierzu auch eine Präsentation des GEWIA anlässlich einer Tagung des DVLAB 2015.

Verbände legen Vorschlag zur Umrechnung der Pflegegrade vor

Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen, ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff: Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) bringt deutliche Verbesserungen für demenziell erkrankte Pflegebedürftige. LINK zu den Empfehlungen.

Mehr…

Um das Umstellungsverfahren schnell, effizient und transparent zu gestalten, sieht der Vorschlag für die vertragliche Gestaltung von vdek und bpa eine Umstellung der Pflegesätze nach einer bundesweit einheitlichen Formel vor. Dadurch könne der Verwaltungsaufwand drastisch reduziert werden, zugleich würde ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Transparenz bei allen Vertragspartnern sichergestellt sowie die zügige Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben erreicht, melden vdek und bpa.

Zur Umrechnungstabelle

Weniger…

Die Referenz - PLAISIR - Planung der erforderlichen Pflege

Vor mehr als 15 Jahren wurde das frankokanadische Verfahren zur Personalbedarfsermittlung PLAISIR  erprobt und evaluiert. Trotz der hohen Zufriedenheit der Anwender und der schon damals gesicherten empirischen Grundlagen wurde die Einführung quasi in letzter Sekunde  gestoppt.

Informieren Sie sich hier über das Verfahren und seine Grundlagen